Arbeitszeiten, ein Experiment und Milchfieber 25.Mai.2006
Posted by Sven de Vries in Persönliches, Tiergesundheit.add a comment
Ich arbeite über die Feiertage allein. Ich kann ja mal was über die Arbeitszeiten schreiben die bei uns so gelten. Ich arbeite die Woche über von Morgens 06.00 Uhr bis Abends 18.30 Uhr. Um 08.30 Uhr gibt es für eine Stunde Frühstückspause und Arbeitsbesprechung, Mittags hab ich zwei Stunden frei. An einem Nachmittag die Woche habe ich ebenfalls frei. An den Wochenenden machen die Schafstallleute nur den Stall. Jedes 2. Wochenende habe ich allein Dienst. Alles in allem komme ich so mindestens auf eine 50 Stundenwoche.
Naja, auf jeden Fall habe ich heut' Morgen allein gemolken. Wir haben letzte Woche ein kleines Experiment gestartet. Momentan ist der Melkstand beim Melken genau belegt. Die Schafe die jetzt noch gelammt haben konnten Ihre Lämmer behalten und wurden nicht mitgemolken. Nun hat aber vor kurzem unser letztes Schaf gelammt und ein kleines Bocklamm bekommen. Die Mutter hatte nur viel zu viel Milch für nur ein Lamm. Also mussten wir sie Morgens und Abends abmelken. Da der Melkstand aber schon voll ausgelastet war und wir für die eine Schafmutter eine Extrarunde machen mussten, haben wir ein anderes Schaf, mit weniger Milch, vom Melken ausgenommen und ihr das Bocklamm untergeschoben. Die Mutter mit zuviel Milch haben wir dann normal mitgemolken. Heute Morgen habe ich festgestellt das unser Experiment ganz hervorragend geklappt hat. Das kleine Bocklämmchen und die neue Mutter sind ein Herz und eine Seele. Die „wirkliche“ Mutter hat heute aber einen schlechten Eindruck gemacht und ich musste sie auf den Melkstand treiben. Da sie aber schon Gestern nicht nach ihrem Lamm gebööht hatte, habe ich sofort an Milchfieber gedacht.
Milchfieber kann immer mal wieder vorkommen. Milchschafe sind Hochleistungstiere und produzieren eine weit größere Menge Milch als natürlich vorgesehen. Vor allem die erste Milch, das Kollostrum (oder Beastmilch), enthält unheimlich viele Nährstoffe (siehe Artikel: „Gesunde Schafsmilch“). Lammt die Mutter fängt sie innerhalb kürzester Zeit an große Mengen an Kollostral-Milch zu produzieren wird sie dann etwas zu viel abgemolken und sie muss große Mengen an abgemolkener Milch ersetzen, kann es vorkommen das sie selbst bei den Nährstoffen vor allem dem Calcium zu kurz kommt. Sie leidet dann womöglich unter schwerem Calcium-Mangel. Diese „Krankheit“ nennt mensch Milchfieber. Ich habe jetzt angefangen sie mit den homöopathischen Mitteln Phosphorus und Calcium phosphoricum zu behandeln. Acidum phosphoricum haben wir nicht da und ich werde wohl morgen in die Apotheke fahren müssen. Weiter weiß ich nicht was zu tun ist. Hat jemand eine Idee? Sie macht einen niedergeschlagenen und geschafften Eindruck. Wirkt ängstlich und leicht Abwesend. Ihre Temperatur und Durst sind normal.
Technorati Tags: Arbeitszeiten, Schafmutter, Bocklämmer, Homöopathie, Experimente
Augenentzündung bei Ziegen. (Lämmer) 19.Februar.2006
Posted by Sven de Vries in Tiergesundheit.add a comment
Wir hatten auf dem Käsehof Landolfshausen ind der Lämmerzeit 2006 eine recht große Anzahl von Ziegenlämmern mit einer Augenentzündung. Seit eh und jeh wird das homöopathische Mittel Euphrasia D12 in einer dosierung von 5 Kügelchen gegeben. Da die Probleme in diesem Jahr etwas größer waren haben wir zusätzlich die Augen mit schwarzem Tee ausgerieben (Gerbstoffe) und sehr sehr gute Erfahrungen gemacht.


>>
Wer die Feeds von Feedburner bevorzugt, findet den Feed zu diesem Blog unter: 