Milchschaf-Weblog 28.Mai.2006
Posted by Sven de Vries in Sonstiges.add a comment
Nun habe ich endlich ein Weblog zum Thema Schafe gefunden. Ganze 4 Tage ist es alt und wird von Marcus Mergenthaler aus Leutenbach veröffentlicht. Mensch darf gespannt sein.
Links zum Käsehof 21.Mai.2006
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Ich hab gerade nach dem Käsehof gegoogelt. Neben einem kurzen Bericht beim NDR über den Kinderacker. Findet sich ein Artikel bei naturkost.de und im grapf.log einige Bilder über den Ziegenauftrieb 2006. Auch aus dem Jahr 2005 und 2004 gibt es ein paar Bilder (2006 war ich auch da).
Blogsphere 21.Mai.2006
Posted by Sven de Vries in Sonstiges.add a comment
Ich habe gerade mal geschaut wer eigentlich noch so alles über Schafe schreibt. Viel ist nicht zu finden. Der Baron (???) schreibt über die nordfriesischen Lammtage. Ein paar Fotos werden veröffentlicht und in dem Blog “Ohne Geld um die Welt” beginnt jemand auf einem Schäferhof zu arbeiten. In WANDERERS.blog ist ein seltsam anmutendes Foto mit dem Tag “Alltag” abgelegt. Naja das suchen in anderen Blogs scheint sich nicht so richtig zu lohnen.
Update vom 20.05.2006 20.Mai.2006
Posted by Sven de Vries in Sonstiges.add a comment
Ich habe die Artikel "Ostfriesisches Milchschaf" und "Gesunde Schafmilch" soeben aktualisiert und an einigen Stellen erweitert.
Rettet die Schafe! 5.Mai.2006
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Vor ein paar Tagen habe ich die Webseite der Tierschutzorganisation PETA entdeckt die sich mit den brutalen Verstümmelungen und den widerwärtigen Bedingungen bei Schaftransporten beschäftigt. Die Artikel und Bilder haben mich stark berührt. Ich weiß nicht wie Menschen solche Dinge tun können ohne sich selbst zu hassen. Schafe sind ganz wunderbare und empfindsame Tiere mit einer Persönlichkeit die es einem Unmöglich macht nicht so etwas wie mütterliche Gefühle für sie zu entwickeln. Ich möchte jeder/m nahelegen sich die Webseite anzusehen und gelesenes auch wahrzunehmen und zu verarbeiten, Konsequenzen müssen folgen.
Desweiteren werden auf der Webseite weitere Vorwürfe gemacht auf die ich etwas näher eingehen möchte da Vorwürfe auch gegen meine Person gerichtet sind und sich auch nicht alles auf Deutschland übertragen lässt.
- Das Mulesing ist in Deutschland strengstens verboten und kann (sollte) auch mit Gefängnisstrafe geahndet werden.
- Das einfache abschneiden der Schwänze ist in Deutschland verboten. Kupieren im Lämmeralter unter bestimmten Voraussetzungen aber erlaubt. So darf eine Kupierung nur aus hygienischen Gründen vorgenommen werden und nur mit einer ausdrücklichen Bestätigung (vom Tierarzt), dass dieser Vorgang für den Bestand notwendig ist. Außerdem dürfen nur weibliche Tiere und nur die, die zur Nachzucht vorgesehen sind kupiert werden. Der Gummiring ist in Deutschland verboten. Bio-Betriebe sind oft klein genug um sich um jedes Tier auch im Einzelnen kümmern zu können. Um zu verhindern das sich Fliegen in die Wolle setzen, zum Beispiel bei stark verklebten Schwänzen nach Durchfall, werden Schwanz und im Falle des Falles Po rasiert. Normalerweise gibt es aber keine Probleme.
- Bei der Schur kommt es vereinzelt zu kleineren Verletzungen. (kleine Hautabschürfungen oder ein kleiner Schnitt). Kleine (Bio-) Betriebe lassen ihre Schafe von befreundeten Schäfern schären die sich sehr viel mehr Zeit lassen als in Australien. Mit Wolle ist in Deutschland kaum Geld zu verdienen und der Druck ist ein ganz anderer als in Australien oder Neuseeland
- Kastration. Die Kastration wird recht häufig vorgenommen. Dabei wird in der Regel nichts verletzt oder Abgeschnitten. Mit einer Zange werden die Samenleiter abgeklemmt, dass ist zwar sehr schmerzhaft aber recht schnell vorbei. Schön ist es aber nicht.
- Beim Ohrmarken setzen habe ich keine Bedenken. Das setzen der Ohrmarke geht sehr schnell. Schaflämmer geben nicht mal einen Ton von sich. Wenn mensch es richtig macht kommt es nicht mal zu Blutstropfen. Es ist aber notwendig um die Lämmer der Mutter zuordnen zu können.
Fazit: Bestimmte Dinge werden gemacht und sind für das Tier nicht besonders schön. JedeR muss für sich entscheiden, ob er oder sie das mit dem eignen Gewissen vereinbaren kann oder nicht. Ich war lange Zeit Vegetarier und esse wieder Fleisch seitdem ich selbst mit Schafen und Ziegen arbeite. Auf konventionelles Fleisch und Milchprodukte sollte jedeR verzichten und stattdessen auf Bio umsteigen. Was in konventionellen Betrieben passiert ist für viele die die Produkte essen sicher nicht zu ertragen. Bei Wolle sollte mensch auf Bio-Naturwolle umsteigen und darauf achten, dass die Wolle auch aus Deutschland stammt. Vielleicht kann ja auch die regenerierung oder flicken helfen sich einen neuen teuren Wollpullover zu sparen. Ich möchte alle dazu aufrufen die Aktion von PETA zu unterstützen und einen Protestbrief zu schreiben. (Zu den Adressen.)
So, das ganze war irgendwie nicht leicht für mich und ich bin schon ganz schön ins grübeln gekommen. Ich war gerade aber nochmal im Schafstall und habe nachgedacht. Ich möchte weitermachen, aber ich möchte auch versuchen vieles besser zu machen, auch wenn es dann schwer wird davon zu leben.
Links:
Zwei Links zur Ziege 17.April.2006
Posted by Sven de Vries in Sonstiges.add a comment
felicitate’ Fotos & Bilder bei Flickr
Ich hab ein Paar wirklich schöne Fotos und gemalte Bilder gefunden. Am besten gefallen mir: Ziege und Dalmatiner, Ziege in Öl auf Leinwand und das Friends Forever (Bei letzteren stand Luzie Modell; siehe Bild)
Die Ziege
Heinrich Feisel mit einem hübschen Gedicht über die Ziege.
copyright (c) felicitate
Zitat 11.April.2006
Posted by Sven de Vries in Sonstiges.add a comment
Um ein perfektes Mitglied einer Schafherde sein zu können,
muss man vor allem ein Schaf sein.
Fleischmengen und Schlachtgewicht von Schafen 2005 6.April.2006
Posted by Sven de Vries in Nachrichten, Sonstiges.add a comment
via meat-n-more.info vom 05.04.2006
Auch das gehört dazu. Auszug zu den Schlachtgewicht und Fleischmengen von Schafen und Ziegen:
[...] Die durchschnittlichen Schlachtgewichte der Schafe blieben im Vorjahresvergleich mit 22,0 Kilogramm gleich. Gewerblich geschlachtet wurden hierzulande gut eine Million Schafe und Ziegen, ein Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Fleischmenge erhöhte sich um ebenfalls rund zehn Prozent auf 22.000 Tonnen. Einschließlich Zuschätzungen und Hausschlachtungen, die in diesem Sektor einen hohen Stellenwert haben, summierte sich die Fleischmenge auf gut 48.900 Tonnen.
Interview mit Antje 4.April.2006
Posted by Sven de Vries in Sonstiges.add a comment
Auf dem Portal bio-hannover.de gibt es Interview mit meiner Chefin vom Adolphshof zu lesen. Ich habe das mal hier einfach übernommen:
Schafhaltung in der Region Hannover
Ein Interview mit der Schäferin Antje Reps vom Gut Adolphshof
Antje Reps kümmert sich auf dem Gut Adolphshof um die wolligen Vierbeiner. Sie sieht sich nicht als klassische Schäferin, da sie nicht mit einem Hütehund die Herde täglich auf neue Weideflächen führt. Stattdessen grasen Ihre Schafe auf den Weiden in der Nähe des Hofes, um sie täglich zum Melken zu holen.
Frau Reps hat uns in einem Interview einen anschaulichen Eindruck von ihrer täglichen Arbeit als Schäferin vermittelt und gibt Ihnen Tipps für den Einkauf von Lammfleisch.
Frau Reps, seit wann werden auf dem Gut Adolphshof Schafe gehalten und zu welchem Zweck?
Seit das Gut Adolphshof besteht, gibt es Schafe auf dem Hof. Zuerst wurden Merinoschafe gehalten, die uns Fleisch und Wolle lieferten. Seit 2001 liegt unser Schwerpunkt auf der Käseherstellung, daher haben wir eine Milchschaf- und Milchziegenherde aufgebaut. Derzeit liefern ca. 50 ostfriesische Milchschafe und 28 weiße deutsche Edelziegen die dafür notwendige Milch. Die Schafrasse ist besonders auf Milchleistung gezüchtet, Fleisch und Wolle spielen bei uns keine große Rolle mehr. Unter unseren Kunden sind auch viele Allergiker, die besonders Schaf- und Ziegenmilchprodukte nachfragen.
Beschreiben Sie uns doch bitte die Schafhaltung auf dem Hof
Ab Mitte April bis Oktober sind alle Tiere Tag und Nacht auf der Weide und werden nur zum Melken in den Stall geholt. Während dieser Zeit bekommen die Schafe und Ziegen nur das Gras von unseren Bioweiden und größtenteils selbst erzeugtes Getreide und Erbsen. Natürlich alles in Bio-Qualität. Ende Oktober sind dann alle Schafe und Ziegen wieder gedeckt und die Milch wird immer weniger, so dass wir Anfang November ganz mit dem Melken aufhören. Die Melkpause bis Januar dient den Mutterschafen zum Kräfte sammeln, um möglichst viel Energie in die Entwicklung der Lämmer stecken zu können.
Wann werden bei Ihnen die Lämmer geboren? Legen Sie die Ablammzeit passend zum Ostergeschäft
Die ostfriesischen Milchschafe können nur in der Zeit von August bis Dezember gedeckt werden. Da können wir wenig beeinflussen. Wir versuchen daher die Tiere so früh wie möglich zu decken, damit wir mit der Milchsaison gleich im Januar, wenn die neuen Lämmer geboren sind, starten können. Da wir den Schwerpunkt nicht mehr auf das Fleisch, sondern auf Käsespezialitäten legen, möchten wir so viel Milch wie möglich von den Muttertieren ermelken. Daher werden unsere Lämmer schon nach einigen Tagen von der Mutter getrennt. Die Nachzuchtlämmer ziehen wir selber auf, die restlichen Lämmer verkaufen wir an Mäster oder an andere Züchter. Zu Ostern haben diese Lämmer ein Gewicht von 30 bis 40 kg und könnten dann als Osterbraten verkauft werden.
Was sind die Besonderheiten in der ökologischen Schafhaltung?
Bioschafe haben viel Platz im Stall und auf der Weide. Die EU- Biorichtlinien sowie die Verbandsrichtlinien schreiben hierfür einen Mindeststandard vor (1 ½ m² pro Tier im Stall und höchstens 13 Schafe pro Hektar auf der Weide), der von uns noch übertroffen wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Fütterung mit ökologischem Futter aus eigenem Anbau. Wachstumshormone sind im ökologischen Landbau generell verboten.
Wenn die Lämmer von der Mutter getrennt werden, bekommen die Lämmer weiterhin natürliche Milch (Kuhmilch), denn Milchersatzprodukte sind auch verboten.
Sollten die Tiere einmal krank werden, so wird zuerst mit alternativen Heilmethoden versucht das Tier zu behandeln. Prophylaktische Behandlung gibt es bei uns gar nicht.
Natürlich sollen die Tiere nicht leiden, so dass wir in Ausnahmefällen auch Antibiotika geben müssen. Diese Tiere verlieren nach dreimaliger Behandlung innerhalb eines Jahres den Bio-Status. Mit diesen Tieren wird selbstverständlich nicht weitergezüchtet, so dass unsere Schafherde durch diese Selektion sehr viel robuster ist.
Wie sieht Ihr Tagesablauf als Schäferin aus?
Morgens hole ich als erstes die Tiere von der Weide und stehe dann ab 6.15 Uhr im Melkstand. Dort füttere ich die Schafe mit Getreide und Heu. Ich selber frühstücke so gegen 8 Uhr und habe dann meine Arbeitsbesprechung. In der Zwischenzeit haben auch die Schafe ihr Heu gefressen, so dass ich die Tiere wieder auf die Weide bringen kann.
Im Winter bin ich bis 16 Uhr mit Einstreuen, Futter besorgen, Reparaturarbeiten beschäftigt. Im Sommer steht das Umstecken von Weidezäunen und Pflegemaßnahmen wie beispielsweise das Klauen schneiden im Mittelpunkt. Abends werden die Tiere das zweite Mal gemolken. Nach circa zwei Stunden bringe ich die Schafe wieder zurück auf die Weide.
Wenn wir kleine Lämmer haben, kommt noch hinzu, dass ich drei mal am Tag warme Kuhmilch aus Nuckeleimern oder Rinnen verfüttere. Dies fordert relativ viel Zeit, macht aber auch besonders Spaß.
Was ist für Sie das schöne an der Schafhaltung?
Das tolle an unserer Schafhaltung ist, dass die Schafe besonders zutraulich sind. Milchschafe sind nämlich keine Herdentiere, sondern Einzelindividuen, die eine Bezugsperson brauchen. Und daher ist noch nicht einmal Futter nötig, um die Schafe auf die Weide zu locken. Sie folgen mir einfach so.
Was ganz Besonderes ist die Lammzeit. Sie ist sehr anstrengend, da ich auch nachts oft aufstehen muss, um nach den lammenden Tieren zu schauen und evtl. zu helfen. Aber auch wenn die Lämmer sehr viel Zuwendung benötigen ist es doch ein dankbarer Job.
Worauf sollten Verbraucher beim Kauf von Lammfleisch achten? Was zeichnet Lammfleisch aus?
Zum einen sollten Sie deutsches Lammfleisch kaufen, denn das Fleisch unterliegt strengen Kontrollen. Und dann sollte es möglichst Biofleisch sein. Die Vorzüge der Fütterung und Haltung habe ich ja schon benannt. Die mindestens einmal im Jahr stattfindende strenge Biokontrolle sorgt dafür, dass Sie sich als Verbraucher über die Bioqualität sicher sein können.
Außerdem schmeckt Bioschaffleisch durch das Gras und die vielen Kräuter von der Weide einfach würziger. Bei konventionellen Schafen wird dagegen häufig vor der Schlachtung noch eine Endmast im Stall durchgeführt, was sich negativ auf den Geschmack auswirkt.
Beim Kauf von Lammfleisch kann man eine einfache Regel befolgen. Junges Fleisch erkennt man an der hellroten Farbe. Je heller umso saftiger das Fleisch und umso weniger intensiv der Schafgeschmack, da es von jungen Tieren stammt.
Ein absoluter Geheimtipp ist das Fleisch von Milchschaflämmern, denn das ist besonders mild im Schafgeschmack und eignet sich deshalb auch gut für Einsteiger.
Wir danken Ihnen Frau Reps für das Interview
Na, da wird Antje sich aber freuen, dass ich das Interview auf meiner Seite auch noch mal veröffentliche… :-)
Links:
Schäfer im Nebel. 23.Februar.2006
Posted by Sven de Vries in Sonstiges.1 comment so far
Ja ja, auch bei Sauwetter muss mensch raus. Noch ein paar schöne Foto’s von einem Schäfer im Nebel.
Weitere Foto’s aus dem Blog von sravana:
Ziegen- und Schaffotos. 23.Februar.2006
Posted by Sven de Vries in Sonstiges.add a comment
Ein paar schöne Fotos von Ziegen und Schafen in einem flickrPhotoset von Andreas Helke.
Bookmark, Feeds & Banner 1.Januar.2006
Posted by Sven de Vries in Sonstiges.add a comment
Bookmarkdienste
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