Ziegenhaltung in der Schweiz 24.Mai.2006
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Ich hab' gerade ein interessantes Dossier zum Thema Ziegenhaltung beim Landwirtschaftlichen Infornmationsdienst der Schweiz (LID) gefunden. Das ganze ist ein PDF hat ca. 20 Seiten und ist 208 KB groß.
Schafmilch & Neurodermitis 23.Mai.2006
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Soeben habe ich einen Artikel über die positiven Wirkungen von Schafsmilch auf Neurodermitis gefunden. Ich habe den Link auch meinem Artikel über Schafmilch hinzugefügt.
Schafmilch schafft Erleichterung bei Neurodermitis (via Landwirt.com - 13.09.2004)
Pressespiegel vom 06. Mai 2006 6.Mai.2006
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- Der Stern berichtet Aktuell über die Fähigkeit der Schafe sich selbst zu heilen. Etwas älter sind die Artikel über das Erinnerungsvermögen der Schafe und die Beruhigende Wirkung von Artgenossenbilder auf Schafe.
- Die Pforzheimer Zeitung berichtet über die Werbewirkung von Schafen. Ein weiteren Artikel dazu gibt es in der Netzzeitung.
- In der Mittelbayrischen ist ein Artikel über den Schäfer Christian Köhl.
- mzbern.ch berichtet über die mögliche Schließung der Schweizer Wollzentrale.
- forchheim Online berichtet über die Beschwerde von PETA über ein fallengelassenes Verfahren gegen einen Schafhalter. (Zur Arbeit von PETA siehe auch: Rettet die Schafe!)
- Die Wochenzeitung berichtet in einem schönen Artikel über das Schafe hüten in Zeiten der Globalisierung.
Trenthorst verkauft Schafe. 6.Mai.2006
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Wie ich im Hamburger Abendblatt lesen musste verkauft das Gut Trenthorst (Institut für ökologischen Landbau) seine Schafherde. Der stellvertretene Leiter Dr. Rainer Oppermann gibt an das nicht genug Arbeitskräfte zur Pflege der Schafe zur Verfügung stehen. Das ganze ist wirklich bedauernswert, da Trenthorst die Forschung in ökologischer Schafhaltung wirklich vorangebracht hat und ein paar tolle Projekte laufen ließ.
Links:
- Trenthorst hat seine Schafe verkauft (HH Abendblatt vom 02. Mai 2006)
- Institut für ökologischen Landbau (Gut Trendhorst)
Pressespiegel vom 14.04.2006 14.April.2006
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Ab Heute werde ich alle paar Tage einen Pressespiegel veröffentlichen. Enthalten sind dann vor allem Artikel aus “normalen” Zeitungen. Hinweise auf Artikel aus Fachzeitschriften werde ich dann weiterhin in eigenen Posts veröffentlichen.
- Weideverbot für schwarze Schafe (Kölner Stadt-Anzeiger vom 13.04.2006)
Landwirte, Waldbauern und Jagdgenossenschaft protestieren gegen Schafbeweidung in Much. - «Knüppelhart, aber unheimlich schön» (GlaubeAktuell vom 13.04.2006)
Artikel über den Uelzener Wanderschäfer Gerd Jahnke. - Beim Hüten bleiben Osterlämmer daheim (Mitteldeutsche Zeitung vom 12.04.2006)
Artikel über die Schäferin Andrea Pinkert aus Mücheln. - Manchmal so bockig wie seine Schäfchen (taz vom 13.04.2006)
Seh schöner Artikel über den Schäfer Helmut Biermann
Das große Sterben der kleinen Lämmer 11.April.2006
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Angelika Becker und Dorette Jensel fielen aus allen Wolken, als sie beim Spaziergang an den Breckenheimer Pfingstbornwiesen die Schafe sahen. Hobby-Züchter Holger Bierbrauer ist sich bis heute keiner Schuld bewusst, will seine Schafzucht allerdings jetzt aufgeben.
Bei einem Spaziergang durch die Gemarkung entdeckten Angelika Becker und Dorette Jensel Schafe einer Schwarz-Kopf-Herde. “Die Tiere machten einen völlig herunter gekommenen Eindruck, einige konnten nicht mehr laufen, weil die Klauen nicht geschnitten worden waren und waren völlig abgemagert,” erzählen die beiden jungen Frauen.
Hintergrund
Was sie aber am meisten schockte, war der Zustand der gerade erst geborenen Lämmer (Bilder dieser Tiere liegen dem “Tagblatt” vor). Drei der Lämmer holten die beiden Frauen von der Weide; zwei überlebten letztendlich doch nicht, erzählt Angelika Becker.
“Es gab öfters Beschwerden. Und die haben wir immer an das Veterinäramt weiter geleitet”, sagt Rainer Schmidt, der Leiter der Breckenheimer Ortsverwaltung. “Wir haben eigentlich nur als Briefkasten fungiert.”
Das Veterinäramt beauftragte wiederum einen Tierarzt vor Ort, sich die Schafherden, immerhin 90 Tiere mit zuletzt 23 Lämmern, einmal intensiv anzuschauen. Der Tierarzt, der namentlich nicht genannt werden will, zog schließlich auch die “Notbremse”. “So ging es nicht weiter”, sagt er.
Der Hobby-Züchter der Schwarz-Kopf-Schafherde selber sieht keine Schuld auf seiner Seite. “Jedes Wochenende war ich mit den Schafen unterwegs,” sagt Holger Bierbrauer, “jetzt habe ich einfach keine Lust mehr.” Bierbrauer will die Tiere an einen anderen Züchter abgeben. Gestern sollten erste telefonische Kontakte stattfinden. Bis zum späten Nachmittag war die Zukunft seiner Schwarz-Kopf-Herde allerdings noch ungeklärt.
Holger Bierbrauer wehrt sich allerdings vehement gegen den Vorwurf, er habe seine beiden Herden vernachlässigt, sich nicht richtig um die Tiere gekümmert. “Die Lämmer, die in diesem Jahr gestorben sind - da waren die Witterung und vor allem die lange Kälte die Ursache”, ist er heute noch fest überzeugt.
Dem widerspricht allerdings ein tiermedizinisches Gutachten. Eines von Bierbrauers toten Lämmern landete schließlich bei Dr. Dirk Steinhauer, Tiermediziner am Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz. Und der Veterinär traf ein sehr nüchternes Urteil.
“Einsendung: Schaflamm, weiblich, 4,1 Kilo schwer, ohne besondere Kennzeichen gestorben”. Was Dr. Steinhauer allerdings bei näherer Untersuchung noch feststellte: Das Jungtier war stark abgemagert, litt an einer hochgradigen,akuten und blutigen Dünndarmentzündung und in allen Gefäßen fanden sich Anzeichen eine Bakterien-Embolie: “Collie-Bakterien in großen Mengen”, so das Urteil des Koblenzer Veterinärs, der nur eins von den Breckenheimer Lämmern auf dem Seziertisch hatte.
Angelika Becker ist jedenfalls zunächst beruhigt, nachdem sie vom “Tagblatt” am späten Nachmittag erfahren durfte, dass Holger Bierbrauer sein Hobby der Schafzucht jetzt aufgeben will. “Das macht keinen Spaß mehr, das ist mir zu stressig, wenn ich solche Schwierigkeiten bekomme”, hatte der Züchter am Vormittag erklärt.
Angelika Beckers Kommentar am Nachmittag: “Na endlich, hoffentlich findet sich wirklich ein kompetenter Züchter, der die Tiere aus Breckenheim übernehmen und auch wirklich artgerecht halten kann.”
Sie und ihre Freundin Dorette Jensel sehen sich auf jeden Fall in ihren Engagement bestätigt. Auch bei einem kleinen Spaziergang, so ihr Credo, sollte man auf jeden Fall die Augen offen halten - und wenn es Not tut, natürlich auch beherzt und engagiert eingreifen.
Jakobsschafnachwuchs 6.April.2006
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Der Westküstenpark in St. Peter-Ording (Schleswig-Hostein) freut sich über Nachwuchs. Drei kleine Lämmer des seltenen Jakobsschafs haben heute das Licht der Welt erblickt. Herzlichen Glückwunsch.
Links:
Unfreiwilliges Warten auf “goldenen Tritt” 6.April.2006
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via Ludwigsluster Tageblatt (06.04.2006)
Fehlendes Grün und Hochwasser verzögern Schafaustrieb
Schlesin • Ein Schäfer hat viele Berufe: Er muss ein Regiment führen, Krankheiten und Verletzungen heilen, Kräuter und Pflanzen identifizieren und das Wesen seiner Tiere verstehen. Wochenlang ist er der einzige Mensch in der Nähe der Herde und verantwortlich für das Wohlergehen jedes einzelnen seiner manchmal mehr als 2000 Schafe. Zur Zeit drängeln sich allerorten die Osterlämmer. “Wir warten sehnsüchtig auf das neue Grün. Durch den langen Winter beginnt das Gras jedoch jetzt erst zu wachsen”, erklärt Maik Gersonde seine Unruhe. Etwa 2000 Schafe und halb so viele Lämmer warten mit dem 39-Jährigen darauf, endlich wieder unter freiem Himmel über Deiche und Wiesen zu ziehen. Doch noch dösen die wuschligen Vierbeiner unfreiwillig im Stall, wo nur spärlich das Tageslicht regiert. Gersonde hofft, dass das Hochwasser der Elbe schnell wieder sinkt. Denn dann erst kann er auf die Nebendeiche, später auf den Elbdeich, um die Tiere von Dömitz bis Wittenberge zu treiben. Wo sie auftauchen, sorgen der Schäfermeister und seine Herde dann für ungeteilte Aufmerksamkeit. Besonders jetzt in der Osterzeit, wo die Lämmer noch so klein und niedlich sind. “Ich beobachte täglich die Deiche”, sagt der Fachmann, der mit seinen Schafen auch aktive Deichpflege betreibt. Der “goldene Tritt” seiner Tiere zum Beispiel bedeutet, dass sie die Grasnarbe festtreten und durch Abfressen kurz halten. Dadurch festigt sich das Wurzelwerk, das wiederum den Deich in seiner Stabilität stärkt. “Die Schafzucht hat man im Blut”, erklärt Maik Gersonde und krault dabei den drei aus der Herde gefischten Lämmchen die weißschwarzen bis braunen Locken. Der gebürtige Grabower hat den traditionsreichen Beruf von der Pike auf gelernt, zwei Jahre lang in Klein Schmölen. “Ich bin gern mein eigener Herr. Die Freiheit ist mir wichtig”, gesteht der Berufsschäfer, der in der Hauptablammzeit täglich zwischen einem bis 50 neugeborene Lämmchen zu betreuen hat. Die Herde seiner Schäferei mit etwa 400 Hektar Fläche in Schlesin setzt sich aus verschiedenen Rassen mit dunklen und weißen Gesichtern zusammen. Da gibt es Schwarzkopfschafe, Rhönschafkreuzungen, Heid- und Moorschnucken sowie Merinos, insgesamt zehn Rassen. Der Arbeitstag eines Schäfers beginnt recht früh mit dem Versorgen der Hunde. Dann kümmert sich Maik Gersonde um seine Schafe. Zieht er mit ihnen los, dürfen der verwegene Hut, die Weste und der Stock mit Fanghaken sowie das Messer und wichtige Medikamente nicht fehlen.
Fleischmengen und Schlachtgewicht von Schafen 2005 6.April.2006
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via meat-n-more.info vom 05.04.2006
Auch das gehört dazu. Auszug zu den Schlachtgewicht und Fleischmengen von Schafen und Ziegen:
[...] Die durchschnittlichen Schlachtgewichte der Schafe blieben im Vorjahresvergleich mit 22,0 Kilogramm gleich. Gewerblich geschlachtet wurden hierzulande gut eine Million Schafe und Ziegen, ein Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Fleischmenge erhöhte sich um ebenfalls rund zehn Prozent auf 22.000 Tonnen. Einschließlich Zuschätzungen und Hausschlachtungen, die in diesem Sektor einen hohen Stellenwert haben, summierte sich die Fleischmenge auf gut 48.900 Tonnen.
Bei Wind und Wetter bei der Herde 3.April.2006
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via. Baden-Online
Wanderschäfer Roland Hall aus Rottweil ist mit seinen 600 Schafen derzeit bei Holzhausen unterwegs
Auf den ersten Blick ist es ein idyllisches Bild, das sich derzeit zwischen Hausgereut und Holzhausen bietet: Seit Mitte Februar weidet dort die Schafherde von Roland Hall aus Rottweil. Seit 25 Jahren kommt er regelmäßig um diese Zeit ins Hanauerland. Doch mit Idylle hat sein Beruf nichts zu tun.
Von: Michael Müller
Rheinau-Holzhausen. Ein speckiger Mantel, vom Wetter gegerbte Gesichtszüge, Drei-Tage-Bart: Dass das Leben von Roland Hall kein Zuckerschlecken ist, sieht man ihm an. Bei Wind und Wetter ist er draußen, um sich um seine Schafherde zu kümmern. Im Moment beweiden seine Tiere die Wiesen zwischen Rheinbischofsheim, Hausgereut und Holzhausen. »Bari«, sein Hund, eine leicht zottelige Mischung aus Pudel und Schäferhund, passt auf, dass sie nicht ausbüxen.
Roland Hall ist Wanderschäfer. Im Sommer sind seine Tiere auf der Wacholderheide bei Rottweil. Mitte Januar begann seine Wanderung. Die Schafe im Winter im Stall zu halten wäre viel zu teuer, erzählt er. Die Durchtriebsgenehmigungen muss er sich bei den jeweiligen Landratsämtern holen. Anfang Februar traf er hier ein. Seit 25 Jahren kommt er regelmäßig um diese Zeit nach Rheinau. Bis Mitte April wird er bleiben.
Praxisferne Auflagen
600 Tiere zählt seine Herde. »Man braucht heute doppelt so viele Tiere wie früher, um zu überleben.« Die Fleischpreise seien heute »so hoch wie vor 20 Jahren« klagt er, und was die Wolle bringt, ist noch weniger: 60 Cent kriegt er noch fürs Kilo – Tendenz fallend. Im Laden verkauft wird sie für 70 bis 80 Euro je Kilo, sagt er.
Umso mehr wuchert die Bürokratie. So muss er penibel Buch führen, was er pro Tag beweidet. Dabei sei kaum Zeit für all den Papierkram – vor allem wenn die Lammzeit kommt. Da ist er von morgens bis abends auf den Beinen. Und es kommen immer mehr Auflagen hinzu, klagt er. Jetzt plant die EU auch noch, den Tieren Chips zu implantieren, damit man nachvollziehen kann, wo das Schaf herkommt. Und auch die Vorschriften in puncto Tierschutz würden immer mehr – und immer praxisferner. Denn eigentlich seien Schafe robust genug.
Bevor er seine Wanderung antritt, kommt der Amtstierarzt und schaut, ob die Tiere fit sind für die Wanderung. Ansonsten ist Hall praktisch auf sich allein gestellt. Einen Helfer hat er noch dabei. Wenn ein Tier krank wird, besorgt er sich die Medikamente – doch »die Behandlung machen wir selbst«, sagt er.
Abends baut er einen Pferch, worin die Tiere übernachten – das Material bringt er in einem Anhänger selbst mit. Hall selbst übernachtet in einem Wohnwagen, den er in Holzhausen stehen hat. Urlaub gibt’s nicht: Egal ob Werk- oder Feiertag – er muss immer bei der Herde bleiben. Familie hat er nicht: »Für so was muss eine Frau geboren sein«, sagt er.
Bei ihm war’s noch anders. Schon sein Vater war Schäfer. Er selbst begann vor 30 Jahren seine Lehre; seit er 18 ist, ist er selbstständig. Und er wird es bleiben – trotz allem. »Jetzt bin ich 46 – wenn ich jetzt noch in die Industrie wechseln sollte …«, sinniert er. »Außerdem: Als Schäfer hält man’s dort eh nicht aus.«
Siehe auch:
Wölfe töten erstmals wieder Schafe 1.April.2006
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via sz-Online (Sachsen im Netz - 8. März 2006)
Dresden - Erstmals seit rund zwei Jahren sind den wild lebenden Wölfen in der Lausitz wieder Schafe zum Opfer gefallen. Wie die „Sächsische Zeitung“ berichtet, hat das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ zwei Vorfälle bestätigt. So seien in der Nacht zum Montag nördlich von Hoyerswerda ein Lamm und Ende Februar bei Uhyst (Niederschlesischer Oberlausitzkreis) ein Schaf von Wölfen gerissen worden. Die Halter würden nun bei der Anschaffung von Schutzzäunen unterstützt. (dpa)
Kommentar von mir: Sicher gibt es einen Haufen Schafhalter die jetzt wieder anfangen mit: “Ich hab es immer gewusst” und “Wölfe sind eben nichts für Deutschland”. Mumpitz sag ich da. Es ist gut und richtig, dass es endlich wieder Wölfe in Deutschland gibt. Möchte mal wissen wieviele Schafe im Strassenverkehr ums Leben kommen oder von Hunden gerissen werden.
Hundehalter muss Schafe bezahlen 1.April.2006
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via Kölner Stadt-Anzeiger (11. März 2006)
Sankt Augustin / Bonn - Ein Jugendstreich dreier Jungen im Alter von zehn bis 14 Jahren beschäftigte jetzt die zivile Berufungskammer des Bonner Landgerichts. Am 18. Juli 2004 waren die Teenager über den Zaun einer Schafweide am Flugplatz Hangelar gesprungen. Mit dabei hatte einer der Jungs seinen Hund, einen Mischling mittlerer Größe. Gemeinsam tobten sie zwischen den Schafen umher und hörten erst auf, als der von einer Spaziergängerin alarmierte Schäfer sie zur Rede stellte.
Kurze Zeit später folgte der Schock für den Schafhalter: Sechs seiner tragenden Tiere erlitten Frühgeburten, bei denen neun Lämmer starben. Zudem verendete eines der Mutterschafe. Daraufhin forderte der Schäfer von der Mutter eines der beteiligten Jungen als Besitzerin des Hundes Schadensersatz in Höhe von rund 1100 Euro. Aufgrund der Tierhalterhaftung der Beklagten entschied das Siegburger Amtsgericht am 3. Juni 2005, dass die Frau den Schadensersatz in voller Höhe begleichen muss, da ihr Hund die Schafe hetzte und umhertrieb.
Gegen dieses Urteil legte die Hundebesitzerin jedoch Berufung ein, da ihrer Meinung nach erst ein Gutachten belegen müsse, dass ihr Hund die Fehlgeburten verschuldet habe. Die 8. Zivilkammer des Bonner Landgerichts beauftragte eigens einen gelernten Landwirtschaftsmeister als Schaf-Sachverständigen. Der Experte legte vor Gericht dar, dass Schafe, auch wenn sie einen ruhigen Eindruck machen, sehr stressanfällige Fluchttiere sind. Er kam zu dem Schluss, dass ein fremder Hund, der sich in der Herde herumtreibt, bei den Tieren durchaus zu Stress auslösen kann. Das könne zu Frühgeburten mit Komplikationen führen. Von den Ausführungen des Sachverständigen überzeugt, nahm die Beklagte die Berufung zurück. Nun wird der Schäfer seinen Schaden ersetzt bekommen.



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