Scrapiefall in Bayern & Scrapieresistenzen 6.Januar.2007
Posted by Sven de Vries in Nachrichten.trackback
Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit in Riems hat einen Scrapie-Fall bei einem Schaf in Bayern bestätigt.
Es handelt sich um ein Schaf aus Schwaben. Das Tier wurde im Rahmen des TSE-Monitoring untersucht. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat bei dem Schaf eindeutig TSE-typisches Prion-Protein nachgewiesen. Dabei handelt es sich um die so genannte atypische Form von Scrapie, die nur bei einzelnen Tieren vorkommt, keinen seuchenhaften Verlauf nimmt und daher nicht die Keulung des gesamten Bestandes zur Folge hat. Der betroffene Bestand unterliegt jedoch einer amtlichen Überwachung, das heißt für einen Zeitraum von drei Jahren einem verstärkten TSE-Monitoring aller geschlachteten und verendeten Tiere, die älter als 18 Monate sind.
Dies ist der achte Scrapie-Fall 2006 in Bayern. Im Jahr 2005 gab es in Bayern acht Scrapie-Fälle. Im Rahmen des TSE-Monitorings werden verendete und geschlachtete Schafe ab einem Alter von 18 Monaten auf TSE untersucht.
Bei Scrapie, auch Traberkrankheit genannt, handelt es sich um eine Erkrankung, die beim Schaf zentralnervöse Störungen verursacht. Scrapie ist seit etwa 250 Jahren bekannt. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist Scrapie für den Menschen nicht gefährlich.
Erster „Scrapie-resistenter“ Merinolandschaf-Zuchtbetrieb in Hessen
Die Zucht auf Scrapie-Resistenz – und damit auch eine Resistenz vor BSE – ist in unseren Schafhaltungen längst Alltag. Vor allem bei Rassen, die keine gute genetische Ausgangslage hatten, freut es um so mehr, wenn Betriebe den Status „alle Tiere ARR/ARR“ erreichen.
Die Zuchtstätte Anneliese und Werner Rudnik aus Fernwald-Steinbach hält seit 1985 Schafe und widmet sich seit 1990 der Merinolandschafzucht als Herdbuchbetrieb. Mit viel Einsatz und Liebe zu dieser Rasse haben sie inzwischen eine stattliche Herde von 70 Mutterschafen aufgebaut. Weit über 100 Böcke, die über Bockauktionen, auch der so genannten „ML-Elite“, den Besitzer wechselten, sind im Deckeinsatz in den Merinolandschafherden in Hessen und der Bundesrepublik. Darüber hinaus hat der Zuchtbetrieb viele züchterische Erfolge auf Bundes- und Landesebene vorzuweisen: Bei der ML-Elite 2002 konnte man den Siegerbock der Klassen V und VI stellen, auf den Landesschafschauen 2001 und 2003 kamen Siegerböcke aus dem Betrieb Rudnik sowie 2003 das Gesamtsiegerschaf. Viele Ia-Böcke, Sieger und Wollsieger auf Hessischen Auktionen gingen aus diesem Zuchtbetrieb hervor. (Der vollständigeArtikel ist in der aktuellen Schafzucht zu lesen)


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