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Schäferverein Prignitz stellt sich vor. 5.Juli.2006

Posted by Sven de Vries in Nachrichten.
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Auf der 13. Prignitz-Tierschau in Gulow stellt sich der Schäferverein Prignitz vor (Artikel via Maerkische Allgemeine.)

Viel Wolliges auf der Tierschau
Gulow war am Samstag auch Anziehungspunkt für Schafhalter

GULOW Bei der 13. Prig-nitz-Tierschau in Gulow (Gemeinde Groß Pankow) am 1. Juli beteiligten sich neben Kuh- und Pferdezüchtern sieben Mitglieder des Schäfervereins Prignitz als Aussteller. Dieser Verein wurde im Februar 1992 von 20 Schäfern und schafhaltenden Betrieben als einer der ersten Schäfervereine im Land Brandenburg gegründet.

Schäfermeister Wolfgang Sowada aus Kolrep, Vorsitzender des Vereins, zeigte das Merinolandschaf, eine mittelgroße, hornlose Rasse mit weißer Feinwolle. Schäfermeister Fred Papendieck aus Quitzöbel steuerte das Schwarzköpfige Fleischschaf bei, eine mittelgroße, hornlose Rasse mit weißer Halbfeinwolle. Von Schafscherer Wilfried Sperlich aus Rohlsdorf bei Pritzwalk war das Weißköpfige Fleischschaf zu sehen.

Landwirt Peter Kusel aus Baekern stellte die Rasse Texel aus, ein mittelgroßes Koppelschaf zur Lammfleischerzeugung mit weißer, gröberer Wolle. Die Landschaftspflege GmbH zeigte die Rassen Scottish Blackface (schottisches Hochlandschaf), Rauhwolliges Pommersches Landschaf, Röhnschaf (mittelgroßes Hüte- und Koppelschaf) und Romney Marsh (englisches Fleischschaf).

Die Schäferei Ulrich Ganz aus Karstädt führte die Weiße gehörnte Heidschnucke vor, deren Böcke durch ihre Hornschnecken auffallen. Eveline Taborowski aus Glöwen zeigte das Shropshire-Schaf, eine kurzwollige Flachlandrasse aus Westengland. Die Landschaftspflege GmbH Lenzen hatte als einziger Betrieb Angoraziegen mitgebracht, eine kleinrahmige Ziegenart mit weißem, seidigem, lockigem Haarkleid, die aus der Türkei stammt.

Verarbeitungsprodukte aus der Milch von Ostfriesischen Milchschafen konnte man am Stand von Anna Winter aus Strigleben kaufen. Sie sind den Kuhmilchallergikern zu empfehlen. Wilfried Sperlich demonstrierte im Schauprogramm das Scheren von Schafen. Er ist neben einem weiteren Tierhalter der einzige im Land Brandenburg, der noch Merino-Fleischschafe züchtet.

Dieter Schünemann aus Pritzwalk, Ehrenvorsitzender des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg, war vor der Wende Betriebsleiter in Groß Langerwisch, wo 4000 Mutterschafe dieser Rasse gehalten wurden: “Wir hatten mit Nachzucht dort bis 12 000 Tiere. Die Wollproduktion stand an oberer Stelle. Wolle wurde in der DDR gut bezahlt, heute kostet das Scheren mehr als die Wolle einbringt. Nach dem Wegbruch der Wollmärkte in Russland und China stehen heute die Landschaftspflege, die in der Prignitz an den Elbdeichen besonders wichtig ist, und die Produktion von Lammfleisch im Vordergrund.”

Der Schafbestand im Kreis Prignitz betrug nach der letzten veröffentlichten Zählung im Mai 2003 bei 77 Haltern 14 133 Tiere, davon sind rund 9 600 Mutterschafe. Das ist der drittgrößte Schafbestand in Brandenburg.

In 15 Schaf- und Ziegenbeständen wird Herdbuchzucht betrieben. Gegenwärtig arbeiten im Schäferverein Prignitz drei schafhaltende Betriebe, 30 Schaf- und Ziegenhalter sowie Freunde dieser Tierzucht mit. wh