jump to navigation

TV-Tipp: Fressen für den Naturschutz - Lämmer als Landschaftspfleger 1.April.2006

Posted by Sven de Vries in Termine.
add a comment

Morgen (Sonntag, den 2 April 2006) kommt um 13,15 Uhr die wunderbare Sendung ZDF.Umwelt mit einem Beitrag über Landschaftspflege mit Schafen.


Die Ankündigung auf der Seite vom ZDF:

Das Engeltal in der Oberpfalz ist eine Region der besonderen Art. In dem wacholderreichen Gebiet leben viele vom Aussterben bedrohte Arten. Dass sie sich dort wohl fühlen, haben sie vor allem dem zuverlässigen Appetit von Schafen zu verdanken.

Eine Landschaft zum Genießen - das trifft auf die Jurahänge der Oberpfalz im wörtlichen Sinne sogar zweifach zu: Sonnige Rasenflächen, geprägt von Kalkfelsen und Wacholderpflanzen schaffen ein reizvolles Landschaftsbild, das nicht nur Naturfreunde begeistert. Auch seltene Pflanzen- und Tierarten finden dort gute Lebensbedingungen, etwa der Segelfalter, die rotflügelige Schnarrschrecke oder der Kreuzenzian-Ameisenbläuling.

Schafe halten Wiesen offen.

Sie alle sind abhängig von der Landschaft - und die wird von ganz besonderen Pflegekräften am Leben erhalten: Schafen. Die Tiere ziehen über die Hänge und fressen alles kurz und klein, was die Flächen zu verwildern droht. Die Schafe sind aber auch mehr als nur wandelnde Rasenmäher. Sie sorgen für den zweiten “Genuss-Aspekt”: Die Tiere liefern ein hervorragendes Fleisch, das wegen des besonderen Geschmacks geschätzt wird und als regionale Spezialität vermarktet wird. Die Lämmer leben von Muttermilch und frischem Gras. Die besondere Geschmacksnote erhalten sie durch den hohen Kräuteranteil der Trockenwiesen.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Tatsache, dass die Tiere völlig natürlich aufwachsen. Denn außer dem, was auf den Wiesen wächst, sind nur rein pflanzliche Futtermittel aus dem Projektgebiet erlaubt. Ebenso verboten sind Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger oder Klärschlamm. Von den Vorzügen der Schafe profitiert die ganze Region. Verschiedene Landkreise, Naturschutzbehörden, Landschaftspflegeverbände, Kommunen, Schäfer, Metzger und Gastronomen haben sich deshalb zum Projekt “Juradistl-Lamm” zusammengeschlossen. So helfen sie alle mit, die alte Kulturlandschaft zu erhalten.

Programm: ZDF
Sendetermin: 02.04.2006 - 13,15 Uhr

Wölfe töten erstmals wieder Schafe 1.April.2006

Posted by Sven de Vries in Nachrichten.
add a comment

via sz-Online (Sachsen im Netz - 8. März 2006)

Dresden - Erstmals seit rund zwei Jahren sind den wild lebenden Wölfen in der Lausitz wieder Schafe zum Opfer gefallen. Wie die „Sächsische Zeitung“ berichtet, hat das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ zwei Vorfälle bestätigt. So seien in der Nacht zum Montag nördlich von Hoyerswerda ein Lamm und Ende Februar bei Uhyst (Niederschlesischer Oberlausitzkreis) ein Schaf von Wölfen gerissen worden. Die Halter würden nun bei der Anschaffung von Schutzzäunen unterstützt. (dpa)

Kommentar von mir: Sicher gibt es einen Haufen Schafhalter die jetzt wieder anfangen mit: “Ich hab es immer gewusst” und “Wölfe sind eben nichts für Deutschland”. Mumpitz sag ich da. Es ist gut und richtig, dass es endlich wieder Wölfe in Deutschland gibt. Möchte mal wissen wieviele Schafe im Strassenverkehr ums Leben kommen oder von Hunden gerissen werden.

Hundehalter muss Schafe bezahlen 1.April.2006

Posted by Sven de Vries in Nachrichten.
add a comment

via Kölner Stadt-Anzeiger (11. März 2006)

Sankt Augustin / Bonn - Ein Jugendstreich dreier Jungen im Alter von zehn bis 14 Jahren beschäftigte jetzt die zivile Berufungskammer des Bonner Landgerichts. Am 18. Juli 2004 waren die Teenager über den Zaun einer Schafweide am Flugplatz Hangelar gesprungen. Mit dabei hatte einer der Jungs seinen Hund, einen Mischling mittlerer Größe. Gemeinsam tobten sie zwischen den Schafen umher und hörten erst auf, als der von einer Spaziergängerin alarmierte Schäfer sie zur Rede stellte.

Kurze Zeit später folgte der Schock für den Schafhalter: Sechs seiner tragenden Tiere erlitten Frühgeburten, bei denen neun Lämmer starben. Zudem verendete eines der Mutterschafe. Daraufhin forderte der Schäfer von der Mutter eines der beteiligten Jungen als Besitzerin des Hundes Schadensersatz in Höhe von rund 1100 Euro. Aufgrund der Tierhalterhaftung der Beklagten entschied das Siegburger Amtsgericht am 3. Juni 2005, dass die Frau den Schadensersatz in voller Höhe begleichen muss, da ihr Hund die Schafe hetzte und umhertrieb.

Gegen dieses Urteil legte die Hundebesitzerin jedoch Berufung ein, da ihrer Meinung nach erst ein Gutachten belegen müsse, dass ihr Hund die Fehlgeburten verschuldet habe. Die 8. Zivilkammer des Bonner Landgerichts beauftragte eigens einen gelernten Landwirtschaftsmeister als Schaf-Sachverständigen. Der Experte legte vor Gericht dar, dass Schafe, auch wenn sie einen ruhigen Eindruck machen, sehr stressanfällige Fluchttiere sind. Er kam zu dem Schluss, dass ein fremder Hund, der sich in der Herde herumtreibt, bei den Tieren durchaus zu Stress auslösen kann. Das könne zu Frühgeburten mit Komplikationen führen. Von den Ausführungen des Sachverständigen überzeugt, nahm die Beklagte die Berufung zurück. Nun wird der Schäfer seinen Schaden ersetzt bekommen.