BSE-Verdachtsfall bei drei Schafen 31.März.2006
Posted by Sven de Vries in Nachrichten.trackback
In der Europäischen Union verdichten sich die Hinweise, dass neben Rindern und Ziegen auch Schafe an Boviner Spongiformer Enzephalopathie (BSE) erkranken können. Das BSE-Referenzlabor im britischen Weybridge teilte Mitte März mit, dass die Hirnproben von zwei Schafen aus Frankreich und einem aus Zypern eine „unübliche Molekularstruktur“ aufwiesen. Es sei nicht auszuschließen, dass die drei Tiere Träger des BSE-Erregers seien.Die zur abschließenden Klärung notwendigen Untersuchungen würden zwölf bis 18 Monate in Anspruch nehmen.
Die Europäische Kommission kündigte an, mit den EU-Mitgliedstaaten über eine Ausweitung des BSE-Testprogramms bei Schafen zu sprechen. Für die europäischen Verbraucher bestehe kein Risiko. Die erkrankten Schafe seien nicht in die Nahrungs- und Futtermittelkette gelangt, und außerdem bestünden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen. So seien die Verfütterung von Tiermehl an Schafe verboten und die Beseitigung von Risikomaterialien sowie die Keulung der Herden mit Scrapie-Fällen vorgeschrieben.
Nach dem ersten BSE-Fall bei einer Ziege (siehe DSZ 3/2005) im letzten Jahr hatte die Gemeinschaft das Testprogramm bei Ziegen ausgeweitet. Trotz der zusätzlichen Tests wurde kein weiterer BSE-Fall bei einer Ziege festgestellt.


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